Welcher Wettanbieter passt zur Tour de France, und was kostet das Wetten wirklich?

Updated November 2026
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Wer auf die Tour de France wetten will, steht vor einer ungewohnten Entscheidung: Radsport ist nicht Fußball, der Spielplan ist eine mehrtägige Rundfahrt, und der Buchmacher, der bei der Bundesliga stark ist, hat im Juli plötzlich Lücken. Die Tour 2026 ist gelaufen, vom 4. bis 26. Juli 2026, Start in Barcelona, Ziel in Paris, 21 Etappen, 3.245 km. Wer noch alte Scheine aus der Rundfahrt hat, lässt sie sich auszahlen oder verfallen, denn abgerechnet wird nach dem Zieleinstand in Paris. Wer sich jetzt orientiert, plant für 2027 oder für die laufende Saison, mit den Mannschaften, die in Frankreich gefahren sind.

Eine leere Landstraße schlängelt sich im Morgenlicht durch einen Gebirgspass, am Straßenrand liegt ein einzelnes Rennrad im Gras.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris statt und umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km.

Die Frage ist weniger, wer die „besten Quoten“ verspricht, sondern welcher Anbieter überhaupt legal mitspielt. In Deutschland regelt das der Glücksspielstaatsvertrag 2021, und die einzige verlässliche Prüfung ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Wer dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis für eine .de-Domain steht, darf die Tour als Wettgegenstand anbieten. Wer dort nicht steht, fällt unter die Rubrik „unerlaubtes Glücksspiel“, auch wenn die Seite seriös aussieht und im Europarecht eine andere Heimatadresse hat.

Stand: 3 November 2026, geprüft gegen die Whitelist der GGL (Snapshot 2. Oktober 2026).

Radsport verstehen, bevor der erste Schein abgegeben wird

Herkunft und Format: warum die Tour kein „Spielplan“ ist

Die Tour de France wurde 1903 von der Zeitung L’Auto aus der Taufe gehoben, mit 60 Fahrern am 1. Juli 1903. Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO). Die Streckenlänge pendelt seit den späten 1990er Jahren um 3.500 km, von 2.428 km 1903 bis 5.745 km 1926. Eine Tour besteht heute meist aus rund zwanzig Etappen nach dem Grand Départ, dazu kommen jeweils ein Ruhetag und ein Transfer; Mannschaften fahren seit 2018 zu acht, davor zu neun. Die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet, dazu kommen in der Regel zwei oder drei eingeladene Zweitdivisionäre.

Ein Rennradlenker mit Bremshebeln im Nahbild, im Hintergrund unscharf eine sommerliche Hügellandschaft.
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern.

Vier Wertungen laufen parallel, und jede hat ihr eigenes Wertungsprinzip und damit ihre eigene Wettlinie:

Die Schlussetappe ist seit 1967 immer ein Sonntag, danach steht das Gesamtklassement fest, und die Buchmacher wickeln den Markt innerhalb der folgenden Stunden ab.

Was Radsport von Fußball und Tennis unterscheidet

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist die Zeit. Bei einem Fußballspiel fallen Tore über neunzig Minuten, beim Radsport erstreckt sich der Wertungsvorgang über drei Wochen. Das hat drei praktische Konsequenzen für das Wetten:

Ein Schlüssel und ein Vorhängeschloss liegen auf einer Holzbank, im Hintergrund eine verschwommene Altstadtgasse.
Für bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).
  1. Verletzungen, Ausstiege und Teamaufträge. Ein Sturz in der ersten Woche kann den Gesamtsieg-Kandidaten aus dem Rennen nehmen, eine Mannschaft kann ihren Kapitän auf eine Etappe opfern, um das Podium zu sichern. Buchmacher, die nur eine Sieger-Quote anbieten, ohne das Feld im Tagesverlauf anzupassen, verschlucken sich an solchen Wendungen.
  2. Etappenprofile. Flachetappe, hügelig, Mittelgebirge, Hochgebirge, Einzelzeitfahren, Mannschaftszeitfahren. Wer auf eine spezifische Etappe wettet, braucht einen Buchmacher, der das Etappenprofil als Wettlinie anbietet, nicht nur den Etappensieger. Bei der Tour 2026 waren die Pyrenäen- und Alpen-Etappen die Hochburgen der Bergwertung, eine Erkenntnis, die jeder Buchmacher im Vorfeld im Programm hatte.
  3. Übertragung. Die Wertung beginnt meist erst in den letzten zwei Stunden einer Etappe, der Rest ist Positionskampf. Livewetten konzentrieren sich auf den Schlussabschnitt, was den Anbieter zwingt, die Quoten staffelweise anzupassen, nicht minütlich.

Was die Tour 2026 im Nachhinein zeigt

Der Gesamtsieg 2026 ging an Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG), vor Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Isaac del Toro (UAE Team Emirates-XRG). Es ist Pogačars fünfter Gesamtsieg nach 2020, 2021, 2024 und 2025, womit er zu Anquetil, Merckx, Hinault und Indurain aufschließt. Die Punktewertung holte Mads Pedersen (Lidl-Trek), die Bergwertung Richard Carapaz (EF Education-EasyPost). Diese drei Ergebnisse sind abgerechnet, alte Scheine längstens ausgezahlt; für eine Tour-Wette „aus der Erinnerung“ ist die Saison 2027 das nächste Fenster.

Die Lizenz und wo sie geprüft wird

In Deutschland ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021 die Grundlage, in Kraft seit 1. Juli 2021. Sportwetten im Internet sind nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV erlaubnispflichtig; die Erlaubnis erteilt seit 2023 die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Die Aufsicht über die erteilten Erlaubnisse liegt ebenfalls dort, ebenso wie Bußgelder nach § 28a GlüStV. Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige verbindliche Auskunft, ob ein Anbieter in Deutschland Wetten anbieten darf.

Zum Snapshot vom 2. Oktober 2026 führt die Whitelist 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, drei weitere nur mit Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis; manche .de-Domain ist genau die Adresse, die auf der Whitelist fehlt. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, nie ein Enddatum.

Was eine Erlaubnis deckt, und was nicht

Wichtig ist die Reichweite der Erlaubnis: Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist, darf Sportwetten vermitteln. Eine Casino-Erlaubnis, eine Poker-Erlaubnis oder eine Spielautomaten-Erlaubnis derselben Gesellschaft decken das Wettgeschäft nicht. Wer unter „Betano“ etwa ein Casino besucht, sieht eine andere Erlaubnis als im Sportwetten-Bereich; die Spielregeln für Einzahlungen, Limits und Auszahlungen unterscheiden sich.

Eine Sportwetten-Erlaubnis berechtigt dazu, festgelegte Wettarten auf genehmigte Veranstaltungen anzubieten. Was unter „genehmigt“ fällt, regelt § 21 Abs. 1 und 5 GlüStV zusammen mit dem von der GGL genehmigten Sportwettprogramm: feste Quoten auf ein Sportereignis oder einen Abschnitt davon, als Einzel- oder Kombinationswette. Was die GGL nicht genehmigt hat, darf ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis auch nicht annehmen.

Was beim Livewetten erlaubt ist, und was nicht

Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf den nächsten Torschuss, den nächsten Satz oder eine vergleichbare nächste Aktion erlaubt, und auch nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächster Punkt“ im Tennis, „nächster Korb“ im Basketball oder „nächster Meter“ im Radsport sind nach diesem Wortlaut nicht zulässig; „nächstes Tor“ im Fußball und „nächster Satz“ im Tennis schon. Beim Radsport bleiben damit vor allem Wetten auf den Etappenausgang und gelegentlich auf das nächste Bergwertungs-Punkteereignis zulässig, in der Praxis also nur sehr eingeschränkte Liveangebote. Was nicht erlaubt ist, dürfen die Anbieter gar nicht erst anbieten, und wer einen breiten Live-Katalog erwartet, ist beim Radsport ohnehin falsch.

Unerlaubte Anbieter, das EuGH-Verfahren und die Frage der Rückzahlung

Wer in Deutschland Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis anbietet, betreibt nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta ist in Deutschland kein gültiger Ersatz; die GGL warnt explizit vor illegalen Angeboten. Strafrechtlich ist das Ausrichten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bedroht, das Bewerben nach derselben Norm mit bis zu einem Jahr; die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Das Risiko für einzelne Spieler wird als gering eingestuft, wobei eine rechtliche Absicherung im Falle von Verlusten bei unlizenzierten Anbietern fehlt.

Zivilrechtlich ist die Lage im Fluss. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; im Ausgangsverfahren fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € zurück, die er zwischen 2013 und 2018 verloren hat. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen, mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht nicht durchzusetzen. Das Urteil selbst steht noch aus. Wer darauf spekuliert, dass eine Rückforderung „sowieso klappt“, lässt sich auf ein laufendes Verfahren ein.

Spielerschutz und Limits bei einer dreiwöchigen Veranstaltung

Einzahlungslimit, LUGAS und die 1.000-€-Voreinstellung

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter, auf denen der Spieler ein Konto hat. Die Prüfung läuft über die Limitdatei, die Teil des LUGAS-Systems bei der GGL ist. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen, und eine Erhöhung über die 1.000 € hinaus bis 10.000 € bzw. 30.000 € verlangt einen wirtschaftlichen Nachweis, den der Anbieter dokumentieren muss; eine Selbsterklärung reicht nicht. Wer bei einer mehrtägigen Veranstaltung disziplinieren will, setzt das Limit eher niedrig als hoch.

OASIS, Panikbutton und Parallelverbot

Die Spielersperrdatei OASIS wird bei Anmeldung und Anmeldung im Bestandskonto abgeglichen. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst sofort eine 24-stündige Sperre aus; danach entscheidet der Spieler, ob er die Sperre löst oder in eine längere Sperre überführt.

Parallelspiel ist nach § 6h GlüStV über die Aktivitätsdatei desselben LUGAS-Systems verboten. Wer bei zwei Anbietern gleichzeitig aktiv ist, verstößt gegen die Regeln; ein zweites Konto wird gesperrt. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen; das ist einer der Gründe, warum die GGL dort die Spielerrechte als nicht gewährleistet sieht.

Verifizierung, Zahlungen und Auszahlungen

Vor der Verifizierung darf ein Anbieter nach § 6a GlüStV höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einer Einzahlungsgrenze von 100 € zulassen, ohne Auszahlungen. Danach ist die volle Identitätsprüfung Pflicht. Zahlungen nach § 6b Abs. 4 GlüStV gehen nur von einem Konto, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Produkte sind damit ausgeschlossen; wer mit Bitcoin einzahlt, kann es nur bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis tun, mit allen Folgen.

Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt. Wer bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis spielt, hat diese Auszahlungsmechanik gesetzlich; bei einem Offshore-Anbieter nur das, was dessen AGB vorsehen, oft weniger und oft langsamer.

Wer bei einer dreiwöchigen Rundfahrt Hilfe sucht

Bei Suchtproblemen oder Überschuldung helfen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit der Telefonberatung zur Glücksspielsucht, die Landesstellen für Suchtfragen und die örtlichen Suchtberatungsstellen. Diese Stellen sind anonym, kostenfrei und unabhängig vom Anbieter; die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung führt auch eine Online-Datenbank der Beratungsangebote.

Wettarten, Quoten und das, was die Quote wirklich sagt

Die vier Wettoberflächen der Rundfahrt

Wer bei der Tour de France wettet, bewegt sich über vier typische Wettoberflächen:

Wie eine Quote entsteht, und was die Marge ist

Eine Wettquote ist die inverse Wahrscheinlichkeit, gewichtet um die Marge des Anbieters. Bei einem Markt mit zwei ordentlichen Ausgängen A und B, ohne Unentschieden, wäre die faire Auszahlung 1 ÷ (1/Quote A + 1/Quote B), ausgedrückt als Anteil an jedem eingesetzten Euro. Bei zwei ausgeglichenen Ausgängen mit Quote 1,90 / 1,90:

Größe Wert
Einsatz, gleichmäßig verteilt auf beide Seiten 100 €
Auszahlung je 50 €, wenn die Quote 1,90 beträgt 95 €
Auszahlungsquote des Marktes 95 %
Marge des Anbieters (100 % − Auszahlungsquote) 5 %

Das ist die Größe, die bei jedem Markt im Hintergrund mitläuft: der Anteil, den der Anbieter von jedem Euro behält. Je niedriger die Marge, desto mehr vom Einsatz geht zurück an die Spieler. Bei Favoriten-Siegermärkten auf den Gesamtsieg liegt die Marge meist zwischen 5 % und 8 %, was einer Auszahlungsquote von etwa 92 % bis 95 % entspricht. Bei Etappensieg-Märkten und Spezialwetten kann sie auch einmal 8 % bis 10 % erreichen, weil weniger Liquidität dahintersteht. Wer Quoten vergleicht, vergleicht am Ende diese Marge, nicht die einzelne Spitzenquote.

Was eine Quote bei Kombiwetten macht

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten, und damit multipliziert sich auch die Marge. Eine Kombi aus drei Tipps mit Einzelmargen von 5 % hat eine kombinierte Marge von rund 14 %, das heißt die Auszahlungsquote sinkt von 95 % pro Tipp auf etwa 86 % für die Kombi. Mehr Tipps, mehr Marge. Wer mit Kombiwetten auf die Tour setzt, sollte das wissen, denn die Quote sieht verlockend aus, verbirgt aber einen höheren Anteil, den der Anbieter einkassiert.

Wettsteuer: 5,3 %, aber richtig verstanden

Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Praktisch entspricht das rund 5,03 % des ausgezahlten Einsatzes (5,3 / 105,3). Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, ist seine eigene Entscheidung. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, manche verrechnen sie nur auf Gewinne, manche werben mit dem Slogan „0 % Wettsteuer“ und schlagen sie auf die Quote. Bei einer 2,10-Quote wird aus 2,10 mit Steuerlast effektiv etwa 2,00. Wer Anbieter vergleicht, sollte die effektive Quote nach Steuerlast vergleichen, nicht die Bruttoquote.

Dass die Steuer bezahlt wird, beweist keine Lizenz: Auch unerlaubte Anbieter führen die Steuer ab, ohne in Deutschland erlaubt zu sein.

Radsport im Wettprogramm: was die Anbieter typischerweise anbieten

Welche Sportarten ein vollständiger Buchmacher führt

Ein vollständiger Wettanbieter auf der Whitelist führt heute nicht nur Fußball, sondern auch Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, American Football, Darts, Snooker, Volleyball, Hockey, Rugby, Cricket, MMA, Boxen und eine Radsport-Sektion. Bei der Tour de France heißt das: Gesamtsieg, Etappensieg, Trikotwertungen, oft ein „Top Drei“ oder „Top Zehn“, hin und wieder Spezialmärkte zur Bergwertung und Tageswertungen. Wer Radsport-Angebote vergleicht, schaut zuerst darauf, ob alle vier Trikotwertungen separat angeboten werden und ob Etappenwetten vorhanden sind, solange die Etappe läuft.

Live-Übertragung und Konfigurator

Bei großen Buchmachern gehört Live-Streaming von Sportarten mit Übertragungsrechten zur Grundausstattung, bei der Tour de France meist nicht in voller Länge, weil die Übertragungsrechte fürs Radsport-Bild vor allem bei den Free-TV-Sendern und den Streaming-Portalen liegen. Was Buchmacher streamen, sind oft Teile der Etappe, der Schlussphase oder einer ausgewählten Kamerafahrt; wer auf „die letzten 50 km“ wettet, bekommt dafür auch Live-Bilder, der Rest ist Aufholjagd aus dem Archiv oder Kommentartext.

Der Konfigurator („Konfigurator+“ bei einigen Anbietern) kombiniert mehrere Auswahlen aus verschiedenen Partien, etwa zwei Tipps aus zwei Etappen, einen Tipp aus dem Gesamtsiegmarkt, einen aus der Punktewertung. Die Multiplikation der Quoten funktioniert wie bei einer Kombiwette, nur eben innerhalb eines Konfigurators mit etwas anderer Mechanik. Wer solche Wetten baut, sollte die Marge im Auge behalten, die im Konfigurator ebenso mitläuft wie in der Kombiwette.

Cash-Out und das, was es bedeutet

Cash-Out ist keine Wettart, sondern eine Funktion: Der Anbieter kauft dem Spieler die offene Wette zum jeweils laufenden Marktpreis ab. Bei der Tour de France ist Cash-Out vor allem in den Tagessieger-Märkten sinnvoll, wenn ein Ausreißer nach einer Bergetappe enteilt und die Wette des Spielers auf einen Außenseiter „gerade noch“ steht, dann kann das Auszahlen vor dem Zieleinlauf eine sinnvolle Sicherung sein. Allerdings kassiert der Anbieter dabei seinen eigenen Spread; der Cash-Out-Wert liegt fast immer unter dem fairen Marktwert. Wer Cash-Out benutzt, akzeptiert diesen Spread als Sicherheitskosten.

Top 10 Wettanbieter auf der GGL-Whitelist für Tour de France Wetten

Die folgende Übersicht nennt die Wettanbieter, die auf dem Whitelist-Snapshot vom 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis für eine .de-Domain eingetragen sind. Reihenfolge ist alphabetisch nach Markenname, nicht nach Punkten. Die Lizenzdaten sind die offiziellen Eintragungen der GGL.

Brand GGL-Whitelist-Status und Inhaber Wettkonzession seit
Bet3000 GGL-Erlaubnis für Bet3000; Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited, Sitz Sliema, Malta 22. April 2026
Betano GGL-Erlaubnis für Betano; Inhaber Betkick Sportsbetting Limited (verbunden mit KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED) 19. Februar 2021
Betway GGL-Erlaubnis für Betway; Inhaber Betway Limited 09. März 2021
Interwetten GGL-Erlaubnis für Interwetten; Inhaber Interwetten Gaming Limited, Sitz Sliema, Malta 02. November 2020
NEO.bet GGL-Erlaubnis für NEO.bet; Inhaber Greenvest Betting Limited; Folgeerlaubnis 22. Dezember 2022 09. Oktober 2020
ODDSET GGL-Erlaubnis für ODDSET; Inhaber ODDSET Sportwetten GmbH; Folgeerlaubnis 15. Dezember 2022, erteilt durch das Regierungspräsidium Darmstadt 18. November 2020
Sportingbet GGL-Erlaubnis für Sportingbet; Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited; Folgeerlaubnis 21. Dezember 2022 09. Oktober 2020
Tiptorro GGL-Erlaubnis für Tiptorro; Inhaber Torro Tec Limited (Malta) 30. Juni 2021
VBet GGL-Erlaubnis für VBet; Inhaber SCGO Limited, Sitz St. Julian’s, Malta 05. Dezember 2023
Winamax GGL-Erlaubnis für Winamax; Inhaber WINAMAX (Société anonyme) 29. Juni 2021

Diese Übersicht bietet einen Vergleich der lizenzierten Angebote für Radsport-Wetten. Bei der Auswahl des geeigneten Anbieters sollten Wettprogramme, Margen und die angebotenen Zahlungsmethoden direkt auf den Websites der Betreiber verglichen werden.

ODDSET: staatliche Verwurzelung, schmales Radsport-Programm

Die ODDSET Sportwetten GmbH hat ihre Erlaubnis über das Regierungspräsidium Darmstadt erhalten, Bescheid vom 15. Dezember 2022. Sie ist die Sportwetten-Tochter der staatlichen Lotterie-Holding und damit der traditionsreichste deutsche Name in dieser Liste. Das Sportangebot konzentriert sich stark auf Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey; Radsport ist regelmäßig nur mit den großen Rundfahrten Tour de France, Giro d’Italia und Vuelta a España vertreten, meist mit den Standardmärkten Gesamtsieg, Etappensieg und den Trikotwertungen. Aufsichtsbehörde ist die GGL mit Sitz am Hansering 15 in Halle (Saale), was bei Rückfragen eine klare Anlaufstelle schafft.

Wettsteuer: Bei ODDSET ist die Steuerlast transparent in den Quoten eingepreist, das Markenprofil zielt auf einen ruhigen, LOTTO-nahen Spielbetrieb. Cash-Out ist im Programm, aber selten so prominent beworben wie bei manchen Mitbewerbern. Für wen ODDSET passt: für Spieler, die einen deutschen Veranstalter mit klarer Verwurzelung suchen und keine Radsport-Spezialwetten über die Standardpalette hinaus brauchen. Wer ein breites Tagesetappen-Programm mit Bergwertungs-Spezialwetten sucht, ist hier tendenziell zu schmal aufgestellt.

Tiptorro: Tipico-Dachmarke, dichtes Programm mit mobile-first Ansatz

Tiptorro ist die App-Variante der Tipico-Marke, die die Torro Tec Limited in Malta für den deutschen Markt betreibt; die Whitelist führt die Marke mit Erstdatum 30. Juni 2021 und Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Das Sportwettenprogramm ist eine der breitesten auf der Whitelist; Fußball dominiert, aber Radsport, Tennis, Basketball, Eishockey und Wintersport sind vollumfänglich vertreten. Die mobile App steht im Vordergrund; wer am liebsten am Smartphone wettet, bekommt hier einen aufgeräumten Wettschein, Livewetten mit Cash-Out-Funktion und einen Konfigurator für Mehrfachauswahlen.

Wettsteuer: Bei Tipico wird die Wettsteuer auf den Gewinn aufgeschlagen, was die Bruttoquote für den Spieler bei kleineren Einsätzen oft günstiger macht, weil nur der Gewinn besteuert wird und nicht der Einsatz. Das ist einer der Gründe, warum Tipico in Deutschland so bekannt ist. Das laufende EuGH-Verfahren zur Frage der Rückforderung gegen Tipico (siehe oben, BGH-Vorlage vom 25. Juli 2024, Az. I ZR 90/23, EuGH-Generalanwalt Schlussanträge vom 19. März 2026) ist eine offene Rechtsfrage, die das operative Geschäft bislang nicht berührt. Für wen Tiptorro passt: für Spieler, die eine breite deutsche Sportwettenmarke mit App-Fokus suchen und mit der Verrechnung der Steuer auf den Gewinn leben können.

Winamax: Studie zur Quotenlage, marketingstarke Position

Die WINAMAX Société anonyme ist seit 29. Juni 2021 auf der Whitelist, Folgeerlaubnis 8. Dezember 2022. Im Footer der deutschen Seite wirbt der Anbieter mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dazu auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball im Zeitraum 1. April 2025 bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Aussage betrifft Fußball, Tennis und Handball; Radsport war in der Studie nicht enthalten. Wer das Marketingversprechen auf den Radsport übertragen will, überträgt mehr, als die Studie trägt.

Wettsteuer: Bei „0 % Wettsteuer“ handelt es sich um eine Werbeaussage, die auf die Steuerverrechnung im Quotenmodell Bezug nimmt; die rechtliche Steuerlast bleibt nach §§ 17, 18, 19 RennwLottG beim Anbieter, effektiv landet sie aber in der Quote. Für wen Winamax passt: für Spieler, die auf die Werbeaussage „0 % Wettsteuer“ Wert legen und mit einer bekannten Poker-und-Sportwetten-Kombimarke auskommen.

VBet: schmaler Bestand, wachsende Sichtbarkeit

Die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s, Malta betreibt Vbet.de und ist seit 5. Dezember 2023 auf der Whitelist. VBet ist im deutschen Markt eine vergleichsweise junge Erscheinung, baut aber ein Radsport-Programm auf, das die großen Rundfahrten abdeckt. Das übrige Sportwettenportfolio ist breit, mit Fußball als Schwerpunkt, dazu Tennis, Basketball, Eishockey und kleinere Sportarten.

Wettsteuer: Die Steuerverrechnung folgt dem Markt; konkret sollte das vor Wettenbeginn in den AGB geprüft werden, weil VBet das in der jüngeren Vergangenheit gelegentlich angepasst hat. Für wen VBet passt: für Spieler, die einen weiteren Anbieter auf der Liste suchen und im Radsport zumindest Gesamtsieg, Etappensieg und die Wertungsmärkte erwarten. Wer ein top-bewertetes Radsport-Programm mit Spezialmärkten sucht, ist hier vermutlich nicht an der ersten Adresse.

Sportingbet: deutschlandweiter Klassiker mit Konfigurator+

Sportingbet (Deutschland) Limited steht seit 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, Folgeerlaubnis 21. Dezember 2022. Die Marke gehört zur Entain-Gruppe, einem der größten börsennotierten Glücksspielkonzerne Europas. Das Sportwettenprogramm ist eine der umfangreichsten im deutschen Markt, mit Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker als feste Bestandteile; Radsport ist mit den drei großen Rundfahrten vertreten, dazu Europameisterschaft und die kleineren Eintagesrennen. Eigene Werbung ist der „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert; das ist ein Komfortmerkmal, kein struktureller Vorteil.

Wettsteuer: Sportingbet war historisch einer der Anbieter, die mit „0 % Wettsteuer“ geworben haben; inzwischen wird die Steuerlast in den Quoten eingepreist. Sportingbet ist für diejenigen interessant, die einen etablierten Konzern-Anbieter mit breitem Sportprogramm suchen und einen deutschsprachigen Kundenservice schätzen, auch wenn sie nicht unbedingt auf den Marktführer angewiesen sind.

Betano: breit aufgestellt mit Live-Streaming und Bet Builder

Betano wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben, die zur KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED gehört; die Whitelist führt die Marke seit 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis 16. Dezember 2022. Im App-Store wirbt die App „Betano Sportwetten und Slots“ mit Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Das ist eine bemerkenswert breite Streaming-Liste, die vor allem Fußball und Tennis abdeckt; Radsport-Streaming ist nicht in der Liste, was bei der Tour de France keine Überraschung ist.

Wettsteuer: Bei Betano wird die Wettsteuer auf den Gewinn aufgeschlagen, ähnlich wie bei Tipico. Für wen Betano passt: für Spieler, die Live-Streaming aus dem internationalen Fußball und Tennis nutzen wollen und ein vollständiges deutsches Programm erwarten, ohne dass die Marke in Deutschland schon so bekannt ist wie Tipico oder Interwetten.

NEO.bet: Spezialist mit deutscher Lizenz, schmales Stammpublikum

Greenvest Betting Limited betreibt NEO.bet mit Erstdatum 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 22. Dezember 2022. NEO.bet gehört zu den kleineren Anbietern auf der Whitelist, positioniert sich aber bewusst als deutscher Anbieter mit deutscher Lizenz und einem auf Livewetten konzentrierten Programm. Radsport deckt NEO.bet mit den drei großen Rundfahrten ab, gelegentlich mit Spezialwetten auf Etappensieger, seltener mit Wertungsmärkten.

Wettsteuer: Die deutsche Steuer wird in das Quotenmodell eingepreist. Wer einen spezialisierten Anbieter mit deutscher Lizenz und direktem Service bevorzugt und kein Radsport-Vollprogramm erwartet, findet in NEO.bet eine passende Wahl.

Betway: internationales Profil mit Cash-Out und Konfigurator+

Betway Limited steht seit 9. März 2021 auf der Whitelist, Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022. Die internationale Marke gehört zur Super Group-Gruppe; in Deutschland ist Betway mit einer vollständigen Lizenz vertreten und bietet Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey und weitere Sportarten, dazu einen Wettkonfigurator für einzelne Fußballspiele und einen Konfigurator+ für Kombinationen aus mehreren Partien. Beim Cash-Out erscheint in der App unter „Meine Wetten“ ein grünes Symbol, das den aktuellen Wert anzeigt und die Auszahlung des vollen oder anteiligen Betrags erlaubt.

Wettsteuer: Betway bewirbt seit Jahren eine Steuerregelung, die den Gewinn nicht schmälert und die Steuer auf den Einsatz schlägt; die konkrete Verrechnung sollte vor einer Wette in den AGB geprüft werden. Für wen Betway passt: für Spieler, die eine international eingeführte Marke mit mobilem Cash-Out suchen und bereit sind, einen Teil der Marge in die Übersetzung ins Deutsche zu akzeptieren.

Bet3000: Neuling mit deutscher Erlaubnis seit April 2026

Die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Lyons Range Court, Flat 1, Triq Bisazza, SLM 1640, Sliema, Malta betreibt Bet3000.de und ist seit 22. April 2026 auf der Whitelist. Das ist die jüngste Erlaubnis in dieser Liste und steht für einen relativ frischen Einstieg in den deutschen Markt; die traditionsreiche deutsche Marke Bet3000, vormals stark im stationären Geschäft, baut damit die Online-Sparte neu auf. Das Sportwettenprogramm ist breit, mit Fußball als Schwerpunkt, Tennis, Basketball, Eishockey und Handball; Radsport ist abgedeckt, soweit das Standardprogramm der großen Rundfahrten reicht.

Wettsteuer: Bet3000 warb historisch mit sehr niedrigen Margen und Quotenboosts; die Steuerverrechnung ist in den Quoten eingepreist. Bet3000 empfiehlt sich für preisbewusste Spieler, die niedrige Margen und ein schmaleres, fokussiertes Radsport-Angebot suchen.

Interwetten: österreichisch-maltawurzeliger Klassiker mit langem Atem

Die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta betreibt Interwetten.de und ist seit 2. November 2020 auf der Whitelist. Interwetten ist eine der ältesten Online-Wettmarken im deutschsprachigen Raum, mit einer Geschichte, die bis in die 1990er Jahre zurückreicht. Das Sportwettenprogramm ist entsprechend vollständig, mit Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey und weiteren Sportarten, dazu Radsport mit den großen Rundfahrten. Die App ist solide, der Web-Auftritt eher nüchtern; die Stärke liegt im Wettprogramm, nicht im Marketing.

Wettsteuer: Interwetten gehört zu den Anbietern, die mit dem Slogan „5 % Wettsteuer“ (Anmerkung: die korrekte Höhe ist 5,3 %) ein bewusstes Signal setzen, dass die Steuer im Quotenmodell steckt; der Spieler sieht sie im Brutto, der Anbieter führt sie ab. Interwetten ist eine solide Option für Fans eines traditionsreichen Hauses, die auf ein umfangreiches Programm setzen und kein großes Marketingaufgebot erwarten.

Worauf es bei der Wahl wirklich ankommt

Drei harte Fragen vor der Anmeldung

  1. Ist die Lizenz heute noch gültig? Die Whitelist wird von der GGL gepflegt; wer dort steht, hat heute eine gültige Erlaubnis. Wer dort weggekürzt wird, verliert das Recht, neue Wetten anzunehmen, und muss Altverträge abwickeln. Vor einer Anmeldung reicht ein Blick auf die Whitelist, nicht auf das Impressum des Anbieters.
  2. Welche Zahlungsmittel sind erlaubt? Die GlüStV-Regel zur Zahlung vom eigenen Konto schließt Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Produkte aus. Wer mit Bitcoin einzahlen will, kann es nur bei Offshore-Anbietern, was die Lizenz in Deutschland entwertet. Bei einem Whitelist-Anbieter sind SEPA-Lastschrift, Überweisung, Kreditkarte und einige wenige eWallets akzeptiert.
  3. Wie wird die Wettsteuer verrechnet? Wer viele kleine Einsätze macht, ist mit dem Modell „Steuer auf den Gewinn“ oft besser bedient; wer mit großen Einsätzen auf klare Favoriten setzt, bevorzugt „Steuer auf den Einsatz“. Die Frage entscheidet, welcher Anbieter bei einer Quote von 1,50 effektiv besser dasteht, nicht die Bruttoquote.

Was die Tour de France 2026 für Spieler mit Blick auf 2027 lehrt

Wer die letzte Saison verfolgt hat, weiß: Pogačar ist eine Klasse für sich, Evenepoel ist solide auf Platz zwei, Pedersen nimmt das Grüne, wenn die Sprinter-Etappen nicht über die Berge gehen. Diese Konstellation wird in den Büchern 2026 gestanden haben und ist abgerechnet. Für 2027 ist die Mannschaftszusammensetzung offen; Etappenprofile und Streckenverlauf sind noch nicht veröffentlicht. Wer jetzt bewusst entscheidet, sucht einen Anbieter, der im Sommer 2027 Gesamtsieg-Markt mit zwanzig bis dreißig Fahrern anbietet, dazu Etappensieger für alle 21 Etappen, Trikotwertungen über die ganze Rundfahrt und das innerhalb der von der GGL genehmigten Livewetten-Regeln. Das ist die Eintrittskarte in den Sommermonat.

Häufige Fragen zur Tour de France Wette

Wo kann in Deutschland legal auf die Tour de France gewettet werden?

Nur bei einem Anbieter, der auf der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis für eine .de-Domain eingetragen ist. Das sind zehn Anbieter, die hier im Hauptteil stehen; alle tragen den Genehmigungszusatz des Glücksspielstaatsvertrags 2021 und unterliegen der Aufsicht in Halle (Saale). Offshore-Lizenzen aus Curaçao, Malta (sofern keine deutsche Folgeeintragung) oder Anjouan sind in Deutschland kein Ersatz.

Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Gesamtsieg, Etappensieg oder Trikotwertung?

Standard sind der Gesamtsieg über alle Etappen, der Etappensieg pro Etappe und die drei großen Trikotwertungen in Gelb (Gesamt), Grün (Punkte) und Gepunktet (Berg), dazu das Weiße Trikot für den Nachwuchs. Viele Anbieter ergänzen um „Top Drei“, „Top Zehn“, Kombiwetten zwischen den Wertungen und tagesbezogene Spezialmärkte auf bestimmte Etappentypen. Eine vollständige Etappenwettabdeckung über alle 21 Etappen ist nicht bei allen Anbietern Standard.

Wann fand die Tour de France 2026 statt, und lässt sich darauf noch wetten?

Vom 4. bis 26. Juli 2026, Start in Barcelona, Ziel in Paris, 21 Etappen, 3.245 km. Die Gesamtwertung gewann Tadej Pogačar vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro; die Punktewertung Mads Pedersen, die Bergwertung Richard Carapaz. Die Märkte sind abgerechnet; Wetten darauf nimmt heute kein Anbieter mehr an. Wer plant, zielt auf die nächste Austragung.

Welche Livewetten sind während einer laufenden Etappe nach dem Glücksspielvertrag zulässig?

Der Glücksspielstaatsvertrag lässt Livewetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis und auf vergleichsweise seltene nächste Ereignisse wie das nächste Tor oder den nächsten Satz zu. Beim Radsport bleiben damit vor allem Wetten auf den Etappenausgang und in sehr begrenztem Umfang auf das nächste Bergwertungs-Punkteereignis übrig. Märkte wie „nächster Punkt“ oder „nächster Meter“ sind unzulässig, auch wenn ein Anbieter sie im Programm führt.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Gesamtsieg-Wette aus Einsatz und Quote, und was bedeutet die Marge?

Eine Wette mit Einsatz E und Quote Q zahlt bei einem Gewinn E × Q zurück, der Reingewinn ist E × (Q − 1). Bei einer 10-€-Wette mit Quote 5,00 auf den Gesamtsieg kommen 50 € zurück, also 40 € Reingewinn. Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter aus allen Einsätzen einbehält; sie ergibt sich aus 100 % abzüglich der Auszahlungsquote des Marktes, also 1 ÷ (1/Q1 + … + 1/Qn). Bei zwei ausgeglichenen Ausgängen mit Quote 1,90 / 1,90 ergibt das eine Marge von 5 %.

Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 % bei Radsportwetten berücksichtigt?

Die Steuer wird nach §§ 16 bis 19 RennwLottG vom Bemessungsbetrag „Einsatz abzüglich der Steuer“ erhoben, also effektiv etwa 5,03 % des ausgezahlten Einsatzes. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler; ob und wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung. Manche Anbieter ziehen sie vom Einsatz ab, manche verrechnen sie nur auf den Gewinn, manche preisen sie in die Quote ein; eine pauschale Aussage „5,3 % vom Spieler“ ist falsch.

Erstellt vom Redaktionsteam „Rennsportwetten”.

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